JMW TURNER - Große Ausstellung in der Stadtturmgalerie


Wir bedanken uns für Ihr Interesse.

Im Jahr 2020 ist wieder eine große Ausstellung in der Stadtturmgalerie geplant.

Lassen Sie sich überraschen!

Sobald wir nähere Informationen dazu haben, werden wir Sie hier gerne darüber informieren.

letzter Ausstellungstag 29.9.2019

Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie auch HIER

Als bedeutendes Ausstellungshaus im Süden Österreichs präsentiert die Stadtturmgalerie Gmünd 2019 eine fantastische Auswahl an Aquarellen und Radierungen des wohl berühmtesten britischen Malers aller Zeiten. Bekannt als „Meister des Lichts“ fing Joseph Mallord William Turner in seinen Landschaftsbildern Stimmungen und Atmosphärisches ein, die bis heute als einzigartig gelten. Eine Sensation in Kärnten!


Nach den großen Erfolgen der Ausstellungen im Stadtturm DÜRER IN GMÜND, 2015, GOYA IN GMÜND, 2016, JOAN MIRÓ | DIE POESIE DER FARBE, 2017 und HENRI MATISSE | DAS DRUCKGRAFISCHE WERK im Vorjahr, bahnt sich für 2019 eine weitere Sensation an: Dank der großzügigen Unterstützung zweier privater Sammler aus London wird es möglich, JOSEPH MALLORD WILLIAM TURNER, kurz JMW TURNER, den wohl berühmtesten britischen Künstler und verehrten Meister des Lichts und der Farbe, mit einer prachtvollen Auswahl an Aquarellen und einer beachtlichen Anzahl fantastischer Radierungen, die vor allem aus seinem berühmten „Liber Studiorum“ stammen, in Gmünd zu präsentieren! Als besondere Sensation wird in Gmünd das Aquarell „The Blue Rigi at dawn“, 1842, zu sehen sein, ein Werk aus einer kleinen Serie von Aquarellen, die William Turner vom alles überragenden Hausberg Luzerns, der Rigi hoch über dem Vierwaldstättersee, angefertigt hatte. Das aus derselben Serie stammende berühmte Aquarell "The Blue Rigi, Sunrise" ist vor wenigen Jahren mit dem erzielten Preis von 5,4 Millionen Pfund das mit Abstand teuerste Aquarell gewesen, das am Kunstmarkt je zur Versteigerung gelangte!

Damit steht im kommenden Jahr wiederum ein Künstler von Weltrang im Mittelpunkt der jährlichen Schau in der Stadtturmgalerie. Zur Ausstellung ist wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm geplant: Es wird begleitende TURNER Matineen geben, Fachvortragsmatineen von Turner-Spezialisten, eine TURNER Literatur-Matinee und eine TURNER Musik-Matinee, Dokumentar- und Spielfilme über William Turner im Kulturkino und ein spezielles Kunstvermittlungsprogramm sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Schulklassen. Damit sollen, wie bereits bei den Ausstellungen der vergangenen Jahre, wieder zahlreiche junge Menschen zur Kunst geführt werden.    

 

Joseph Mallord William Turner (1775-1851)

1775 in London als Sohn eines Barbiers geboren, wurde Turner bereits im Alter von 14 Jahren als Student an der Royal Academy School aufgenommen. Vorerst konzentrierte er sich auf die Arbeit mit Aquarellen, ab 1796 reichte er für die jährlichen Ausstellungen der Academy auch Ölgemälde ein. Im November 1807 ernannte die Royal Academy Turner zum Professor für Perspektive. Als Landschaftsmaler wurde Turner vor allem auf seinen zahlreichen Reisen inspiriert: Bis zum Ende der Napoleonischen Kriege bereiste er weite Teile Englands, Wales und Schottlands, später unternahm er ausgedehnte Studienreisen durch Frankreich, Deutschland, die Schweizer Alpen und Italien. Die Eindrücke der verschiedenen europäischen Landschaften verarbeitete Turner zu topographischen Zyklen, wie z.B. die Häfen Englands, Malerische Ansichten von Wales, Flüsse Europas oder Malerische Reise durch Italien. Seine Faszination für die Darstellung der Geschwindigkeit und für die Eisenbahn, die auch ihm das Reisen sehr vereinfacht hatte, zeigt sich in vielen seiner Arbeiten, so auch in seinem wohl berühmtesten Gemälde, „Regen, Dampf, Geschwindigkeit“ von 1844. In seinen letzten Lebensjahren lebte Turner sehr zurückgezogen, 1850 stellte er zum letzten Mal in der Royal Academy aus. William Turner starb im Dezember 1851 und wurde in der Krypta der Londoner St. Paul’s Cathedral beigesetzt. Zu seinem Testamentsvollstrecker hatte er den Kunstkritiker John Ruskin eingesetzt. 1987 wurde durch einen Zubau zur Londoner Tate Gallery der gesamte Nachlass Turners, der so genannte Turner Bequest, dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. William Turner galt schon seinen Zeitgenossen als Maler des Lichts und der Elemente. Er kombinierte in seinen Landschaftsbildern Erde, Wasser, Luft und Feuer auf neue Weise und erforschte intensiv ihre Beziehung zueinander. Turners Vision der Elemente als Einheit von Kräften, die durch Energie miteinander fusionieren, war eng verknüpft mit den zeitgenössischen Forschungen in den Naturwissenschaften. Die Ausstellung in der Stadtturmgalerie Gmünd zeigt mit einer kleinen, aber fantastischen Auswahl an Aquarellen und einer beachtlichen Anzahl an Radierungen des britischen Maler-Genies genau diesen künstlerischen Aufbruch. Turners dynamische Landschaftsauffassung und sein unkonventioneller Einsatz der Farbe haben ihn schon zu Lebzeiten berühmt, nicht aber unbedingt beliebt gemacht. Turner war als schwierige und eigenwillige Künstlerpersönlichkeit bekannt. Sein malerischer Vorstoß in das Atmosphärische und in die Abstraktion zeigen eindrücklich, wie seine Maltechnik nicht nur den wissenschaftlichen Einsichten seiner Zeit gerecht wird, sondern den Betrachter in das Wirken der elementaren Naturkräfte regelrecht hineinzuziehen vermag.


Turners Einfluss

Turner hatte, ungewöhnlich für einen Künstler seiner Zeit und Bedeutung, keine unmittelbaren Schüler. Sein Einfluss auf eine junge Generation von Malern wuchs erst, seit Impressionisten wie Pissarro und Monet vor dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 nach London geflohen waren. Sie gaben ihre Eindrücke nach dem Krieg an das Pariser Kunstleben weiter. Turner gilt heute als Schlüsselfigur für den Übergang der Malerei zur historischen Moderne. Der heutige Ruhm Turners zeigt sich nicht nur in enormen Preisen auf dem Kunstmarkt, sondern auch in der Benennung des angesehensten und mit 40.000 Pfund höchstdotierten Kunstpreises auf den britischen Inseln, dem TURNER PRIZE, der seit 1984 von der Tate Gallery an einen britischen Künstler unter 50 Jahren verliehen wird.

 


Informationen:
Kulturinitiative Gmünd
A 9853 Gmünd in Kärnten | Hauptplatz 20
Tel.: +43 (0)4732 2215 24
Mail: office@kuenstlerstadt-gmuend.at
 www.künstlerstadt-gmünd.at

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