Internationales Gastatelier Maltator
Einen besonderen Stellenwert nehmen in Gmünd die Internationalen Gastateliers für bildende Künstler, für Kunsthandwerker sowie für Literaten ein.
Seit vielen Jahren öffnet das Internationale Gastatelier im Maltator seine Atelier- und Wohnungstüren für Künstler aus aller Welt. Bisher haben insgesamt 48 Künstler die Möglichkeit genutzt, hier in diesem historischen Gebäude, in einzigartiger Atmosphäre zwei Monate zu verbringen, hier zu arbeiten und österreichische „Kultur“ kennen zu lernen. Die Begegnung mit der heimischen Bevölkerung und den in Gmünd ansässigen Künstlern lässt die Stadtkünstler für kurze Zeit zu „Gmündern“ werden. Zum Ende ihres Aufenthaltes wird ihr Schaffen in Gmünd in einem kleinen Katalog dokumentiert und die hier in Kärnten entstandenen Arbeiten der Öffentlichkeit anlässlich einer Ausstellung präsentiert. Schweden, Finnland, Estland, Litauen, Lettland, Russland, Italien, Kroatien, Slowenien, Ungarn, Deutschland, Polen, Island, Mexiko, Argentinien und natürlich auch Österreich sind diejenigen Länder, aus denen bisher Künstler nach Gmünd als Maltatorkünstler gekommen sind. Durch ihr „offenes“ Arbeiten und den Kontakt mit der Bevölkerung tragen die Stadtkünstler wesentlich dazu bei, das kulturelle Leben in Gmünd zu gestalten und Berührungsängste mit Künstlern und ihrem Werk abzubauen. Die jedes Mal wieder aufs Neue spannende Herangehensweise der einzelnen KünstlerInnen bringt unglaubliche Vielfalt und Neues nach Gmünd. Viele ehemalige Gastkünstler sind gute Freunde unserer Stadt geworden, kommen gerne wieder zu Besuch, halten Kontakt und verfolgen interessiert die Entwicklung des kleinen Ortes zur Künstlerstadt. Einige von ihnen haben nach ihrem Gastaufenthalt in Gmünd eine erfolgreiche Laufbahn genommen, so ist mittlerweile eine lettische Textilkünstlerin, die 2001 zu Gast im Maltator war, nun Professorin an der Kunsthochschule in Riga, ein finnischer Bildhauer unterrichtet jetzt an der Kunstuniversität Rovaniemi.
Das Gastatelier im Maltator ist das einzige Gastatelier für Künstler in Kärnten, das seit Jahren beständig und erfolgreich betrieben wird. Aufgrund unzureichender Heizmöglichkeiten kann es jedoch nur von April bis Oktober genutzt werden.
Im heurigen Jahr freuen wir uns besonders darüber, dass die in Linz beheimatete Kunstinitiative c/o:K (care of (K)unst), deren Mitbegründer und Mitwirkender Dr. Peter Assmann, Direktor der OÖ Landesmuseen ist, Gmünd als Symposiumsort ausgewählt hat. Unter Einbeziehung vor Ort ansässiger Künstler soll das Projekt licht, staub während ihres Gastaufenthaltes erarbeitet werden. Acht Künstler aus OÖ und vier aus Kärnten werden sich diesem Thema im Mai und Juni widmen. Auf die Ausstellung Ende Juni, die gleichzeitig zu einem Symposium ausgebaut wird, darf man sich freuen.
Gastkünstler im Gastatelier Maltator 2010
GASTLITERAT – Gastliterat aus Slowenien,
Aufenthalt im Gastatelier im Monat April 2010
c/o:K- INSTITUT FÜR KUNSTINITIATIVEN
licht staub – eine künstlerische Gruppenarbeit
Aufenthalt im Gastatelier Maltator in den Monaten Mai und Juni 2010
Ausstellung der Ergebnisse mit Symposiumscharakter auf der Alten Burg
Vernissage: FR, 19. Juni 2010, 19.00 Uhr, zu sehen bis 25. Juli 2010
LINDA THALMANN – Installationen, Niederösterreich
Aufenthalt im Gastatelier Maltator in den Monaten Juli und August 2010
Vernissage: DO, 26. August, 19.00 Uhr, zu sehen bis 30. August 2010
CHRISTOF AIGNER – Fotografie
Aufenthalt im Gastatelier Maltator in den Monaten September und Oktober 2010
Vernissage: DO, 28. Oktober, 19.00 Uhr, zu sehen bis 31. Oktober 2010
GASTLITERAT
April 2010; Vernissage: DI, 26. Mai 2010, 20.00 Uhr.
c/o:K- INSTITUT FÜR KUNSTINITIATIVENlicht
staub Lichterscheinungen, gleichsam zum Angreifen, gesucht in vielen Teilen,
Teilbereichen, aufwirbelnd und sich sanft niederlassend, auf die Stadt, im Tal, am Gebirge, an Straßen, auf die viel mehr durchreisen als im Licht stehen, ihnen fast mitzugeben und in Spurenelementen überall einzuschauen.Licht bringt uns nicht nur die Sichtbarkeit von allem, von Kunst, es sollte aber dazu manchmal auch stauben.
licht staub eine künstlerische Gruppenarbeit von c/o:K – Institut für Kunstinitiativen in der Künstlerstadt Gmünd
licht staub Teilnehmer sind:
Peter Assmann, Markus Riebe, Andreas Egger, Dagmar Höss, Holger Jagersberger, Isa Stein, Andreas Strohhammer, Birgit Bachmann, Fritz Russ, Larissa Tomassetti, Frank Kropiunik.
Vernissage: SA, 19. Juni 2010, 19.00 Uhr, Alte Burg Gmünd
c/o:K ist eine Kunstinitiative, die projektbezogen, themenorientiert, vermittlungs- und diskussionsbezogen sowie in besonderer Mischung von persönlichem Engagement und professioneller Abwicklung arbeitet.
c/o:K heißt „care of (K)unst“ und ist eine Initiative von Peter Assmann (Direktor der OÖ Landesmuseen), Peter Kraml, Markus Riebe und Erich Spitzbart -jeweils projektorientiert begleitet von anderen Künstlerinnen und Künstlern.
c/o:K versteht sich nicht als Konkurrenz zu bestehenden Kunstinstitutionen, sondern verfolgt – im Sinne einer künstlerischen Beitragsreihe – eine eigene Linie.
c/o:K konzipiert Kunstprojekte zu relevant erscheinenden Themenstellungen, wobei stets eine entsprechende schriftliche wie mündliche Diskussion rund um die themenorientierten Kunstpräsentationen organisiert wird. Kunstgespräche mit Symposiumscharakter – insbesondere bei den Ausstellungseröffnungen -, eine konsequente publizistische Dokumentation sowie diverse Begleitmaterialien sind stets Bestandteil dieser künstlerischen Projekte.
LINDA THALMANN
Die junge Linzer Künstlerin hat nach Abschluss ihres Kunststudiums an der Kunstuniversität Linz nun auch ihr Studium der Kunstgeschichte an der Universität abgeschlossen. Seit 2005 studiert die Künstlerin Medienkultur und Kunsttheorien in Linz. Seit 2008 lebt Linda Thalmann vorwiegend in Wien. Zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen und Projekte im In- und Ausland. Installationen und Fotografie zählen zu ihrem bevorzugten Metier.
„Ich werde im Juli und August 2010 die Künstlerstadt Gmünd bereisen und das dortige Gastatelier „beleben“ – mit meiner Anwesenheit, meinen Gedanken und Ideen sowie neu entstehenden Arbeiten. Der Aufenthalt steht im Gegensatz zu meiner derzeitigen Lebens- und Arbeitssituation in der Großstadt, die Raum und Zeit in Anspruch nimmt und allzu oft einengt, sowie meinen vielen Reisen, die zwar neue Eindrücke offerieren, aber nicht immer Zeit zur Reflexion lassen. Ich will die zwei Monate einer Reflexion und Erprobung meiner Arbeitsweisen widmen und begonnene Gedankenkonzepte zu „Geschichtenspeichern“ und „Salz“ fortspinnen und in konkrete Ergebnisse umsetzen. Darüber hinaus hoffe ich einen Beitrag zum kulturellen (Sommer)Leben in Gmünd zu liefern sowie am Austausch zwischen Künstlern, Galeristen und Kulturinteressierten vor Ort teilhaben zu können.“
(Aus dem Motivationsschreiben von Linda Thalmann für ihren Aufenthalt im Gastatelier Maltator 2010)
Vernissage: DO, 26. August, 19.00 Uhr, Gastatelier Maltator
CHRISTOF AIGNER
Der Fotograf Christof Aigner hat künstlerische Fotografie bei Friedl Kubelka-Bondy i n Wien studiert und danach einen Postgraduate Universitätslehrgang „Art & Economy“ an der Universität für angewandte Kunst absolviert. Er lebt und arbeitet in Küb an der Rax/NÖ und Wien.
„Ein Anliegen meiner Fotoarbeiten ist die Verbindung meiner künstlerischen Intentionen mit meiner Liebe zur Natur. Gerade Gmünd und seine unmittelbare Umgebung werden mir zahlreiche Anregungen geben, mit einer neuen Werkserie zu beginnen. Die Einbeziehung der Landschaft aber auch der Stadt Gmünd mit seinen historischen Bauwerken und vielfältigen Details wird zunächst durch visuelles Erkunden örtlicher Gegebenheiten erfolgen. Bei der Übersetzung in die Fotografie werden jedoch die zu erwartenden Ansichten durch künstlerische Eingriffe übersetzt und zuweilen abstrahiert werden.
Meine Interventionen in der Landschaft haben immer auch einen performativen Charakter, in dem ich mit Materialien, die ich direkt vor Ort finde, kleine Eingriffe in die Landschaft setze. Die Natur um Gmünd wie auch die Künstlerstadt selbst werden mir hier ideale Bedingungen bieten, diesen Weg fortzusetzen bzw. im Dialog mit dem Ort neue Wege zu gehen.
Bei meinem Besuch im Vorjahr war ich auch von der Besonderheit des Ateliers im Maltator sehr angetan. Auch die historische Architektur von Gmünd hat mich sehr angesprochen. Darüber hinaus freue ich mich auf die Gemeinschaft und das Kennenlernen der im Ort aktiven Kunstszene. Die zeitlichen und räumlichen Rahmenbedingungen werden eine „Ruhe“ abseits des Alltags in Wien schaffen können und mir somit eine verstärkte Konzentration auf den Werkprozess ermöglichen.“
(Motivationsschreiben zum Gastaufenthalt von Christoph Aigner)
Vernissage: DO, 28. Oktober, 19.00 Uhr, Gastatelier Maltator
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INTERNATIONALES GASTATELIER MALTATOR
ARTIST IN RESIDENCE-PROGRAMM IN DER KÜNSTLERSTADT GMÜND
Seit 1993 bietet die Kulturinitiative Gmünd professionellen KünstlerInnenn aus aller Welt die Möglichkeit, für die Dauer von zwei Monaten im Internationalen Gastatelier im Maltator zu leben und zu arbeiten. Der Gastaufenthalt schließt mit einer mehrtägigen Ausstellung hier in Kärnten entstandener Werke des Maltatorkünstlers.
Jahrestermine:
Gastaufenthalt 1 Mai und Juni
Gastaufenthalt 2 Juli und August
Gastaufenthalt 3 September und Oktober
Das Gastatelier befindet sich in einem um das Jahr 1500 errichteten Torgebäude, das Bestandteil der noch zur Gänze bestehenden Stadtmauer ist, und verfügt über eine voll eingerichtete kleine Garconniere (ca. 50 m2) im 2. Stock und drei kleinere Werkräume (zusammen ebenfalls ca. 50 m2) im 1. Stock. Ein kleiner Vorgarten gestattet auch ein Arbeiten im Freien. Die Beheizung in der kühleren Jahreszeit erfolgt in den Werkräumen mittels elektrischen Stroms, in der Garconniere mittels eines Kaminofens, der mit Holz beheizt wird.
Dem Stadtkünstler wird Unterkunft und Atelier für die Dauer von zwei Monaten zur freien Verfügung gestellt. Für Miete und Betriebskosten kommt die Kulturinitiative Gmünd auf, ebenso finanziert der gemeinnützige Kulturverein einen achtseitigen A5-Künstlerkatalog und organisiert die Ausstellung zum Ende eines Gastaufenthaltes samt Vernissage, Ausstellungseinladung, Versand, usw. Im Gegenzug erhält der Kulturverein ein Werk des Gastkünstlers, das während seines Gastaufenthaltes in Gmünd entstanden ist. Reisekosten, Krankenversicherung, Lebensunterhalt und Künstlermaterial müssen vom artist in residence selbst getragen bzw. organisiert werden.
Aus den Erfahrungsberichten ehemaliger GastkünstlerInnen entnehmen wir, dass die persönliche Betreuung durch die Mitglieder der Kulturinitiative Gmünd während des Gastaufenthaltes und die lebendige, fast familiäre Atmosphäre im kleinen Ort gegenüber anderen artist-in-residence-Programmen das große Plus der Künstlerstadt sein dürfte.
Ihre Bewerbung (inkl. Kataloge, Lebenslauf) richten Sie bitte an.
Kulturinitiative Gmünd
Hauptplatz 20
A 9853 Gmünd
Tel.: 0043-4732-2215-24
GASTKÜNSTLER/INNEN 1994 bis 2010
IM INTERNATIONALEN GASTATELIER IM MALTATOR
Fleck Fee PL/D 1994
Zolly Fabio A 1994
Eibl Wolfgang A 1995
Blittersdorf Tassilo A 1995
Andrzejewska Malgorzata PL 1995
Thorisdottir Gudrun ISL 1996
Roithner Hubert A 1996
Oremek Rosita D 1997
Prantner Gabriele A 1998
Dobrowolski Remigiusz PL 1998
Jurtitsch Richard A 1998
Dzintare Ieva LETT 1999
Scheifler Robert A 1999
Pere Katrin EST 2000
Raadik Ülle EST 2000
Merja Herzog-Helstén FIN/D 2000
Krall Karen A 2001
Haas Roland A 2001
Krúmina Ieva LETT 2001
Löb Mossberg Annika S 2002
Klugmann Jürgen D 2002
Engblom Tom FIN 2003
Peralta Rosales Gabriela MEX 2003
Masin Orietta I 2003
Dunn Mary USA/D 2004
Modolo Laura I 2004
Cerqueni Daria I 2004
Vitolins Andris LETT 2005
Lipski Marlene D 2005
Müller Marcella D 2006
Šataite Indre LIT 2006
Vassilieva Katja RUS/A 2007
Ramacher Einfalt A 2007
Ivanov Ivan Kanchev BULG 2007
Tömö Ilona Agnes HU/A 2008
König Frigyes HU 2008
Mrsulja Danijela SRB 2008
Traub Herbert A/D 2009
Cmelka Helga A 2009
Judisch Thomas D 2009
c/o:K Linz Institut für Kunstinitiativen A 2010
Thalmann Linda A 2010
Aigner Christoph A 2010








