Galerie in der Alten Burg
Die ehrwürdigen Räumlichkeiten auf der Alten Burg bieten mit dem Gotischen Keller, dem Ritter- und dem Lodronsaal weitere schöne Ausstellungsräume in Gmünd an. Das Programm ist hier, im Unterschied zum Stadtturm und zur Galerie Gmünd, ein Gemischtes. Vor allem heimischen Künstlern und solchen aus Partnerstädten bzw. Partnerkulturvereinen, aber auch Schulen und Behindertenwerkstätten wird hier die Möglichkeit geboten, ihre Arbeiten zu präsentieren. Im Jahr 2012 erlebt die Alte Burg eine Reihe von außergewöhnlichen Ausstellungen, die besonderes Augenmerk verdienen. Nach einer Präsentation von Werken des lokalen Künstlers Hans Kotzian zeigt der in Unterkärnten beheimatete Künstler Edwin Wiegele seine großformatigen Arbeiten im Lodronsaal auf der Alten Burg. Prof. Ernesto Marchesini, ehemaliger Gastkünstler im INt. Gastatelier im Maltator und an der Akademie der bildenden Künste in Venedig lehrend, präsentiert 2012 eine umfangreiche Schau seines bisherigen Werkes, Kleinformatiges in der Galerie Miklautz, Großformatiges im Lodronsaal und im Gotischen Keller auf der Alten Burg. Klaus Frost beschließt den Ausstellungsreigen mit ganz neuen farbenstarken Arbeiten, die Bezug nehmen auf seine Oberkärntner Heimat.
Die Ausstellungen können täglich während der Restaurantöffnungszeiten des Burgrestaurants besucht werden.
Ausstellungsprogramm 2012
HANS KOTZIAN
Vernissage: SA, 31. März 2012, 18.00 Uhr; zu sehen bis 20. Mai 2012.
EDWIN WIEGELE
Malerei, Grafiken, Videokunst, Lodronsaal
Kunstinstallationen zum Thema Berge im Innenhof und Gotischen Keller
Vernissage: MI, 6. Juni 2012, 19.00 Uhr; zu sehen bis 29. Juli 2012.
ERNESTO MARCHESINI
Malerei, Lodronsaal
Vernissage: SA, 4. August 2012, 12.30 Uhr; zu sehen bis 30. September 2012.
KLAUS FROST
Malerei, Lodronsaal
Vernissage: FR, 5. Oktober, 19.00 Uhr; zu sehen bis Ende Dezember 2012.
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HANS KOTZIAN
„über stock und stein “
Vernissage: SA, 31. März 2012, 18.00 Uhr; zu sehen bis 20. Mai 2012.
Für den musikalischen Rahmen sorgen Nicola Tozzi und Kurt Lassnig.
Prof. EDWIN WIEGELE
Vernissage: MI, 6. Juni 2012, 19.00 Uhr; zu sehen bis 29. Juli 2012.Prof. Edwin Wiegele wurde am 20.8.1954 in Villach geboren. 1979 bis heute zahlreiche Studienreisen in Europa, intensive Auseinandersetzung mit dem Aquarell. Tätig als Maler, Kunsterzieher, Dozent, Galerist, Video und Komponist. 1983 – 2000 Lehrtätigkeit am BRG-Klagenfurt/Viktring; ab 1991 Leitung der Galerie Wiegele in Haimburg bei Völkermarkt Förderung zeitgenössischer Kunst im Alpe –Adria Raum, von 2000 – 2007 Lehrtätigkeit am Alpen-Adria-Gymnasium Völkermarkt; 2007 freischaffender Künstler; Verleihung des Berufstitels „Professor“ durch den Bundespräsidenten; Arbeiten in öffentlichem Besitz: Accademia internationale d‘arte moderna, RomRessim Heykel Museum, Istanbul Graphische Sammlung Albertina, Wien Bundesministerium für Unterricht und Kunst, Wien, Kärntner Landesgalerie, MMKK Klagenfurt, u.v.m.
Prof. ERNESTO MARCHESINI
Siehe auch unter Galerie Miklautz
Vernissage: SA, 4. August 2012, 12.30 Uhr; zu sehen bis 30. September 2012.
KLAUS FROST
www.frost.at
Vernissage: FR, 5. Oktober, 19.00 Uhr; zu sehen bis Ende Dezember 2012.Klaus Feistritzer wurde 1964 in Kärnten geboren. Er studierte an der Universität Wien Humanbiologie, theoretische Biologie und Erkenntnistheorie und beschäftigt sich seit nunmehr über 20 Jahren mit dem wissenschaftlichen Zusammenhang von Gehirn und Bewusstsein, sowie der Frage, was Bewusstsein ist und wie unsere Wahrnehmungsinhalte mit der ‚Welt an sich’ zusammenhängen.Als Künstler versucht er unter dem Künstlernamen Klaus Frost das Wesen der Dinge intuitiv zu erfassen. Dabei geht es ihm nicht darum, die Objekte und Lebewesen sozusagen photorealistisch oder naturalistisch abzubilden, sondern sein Ziel ist es, dass ein Gefühl der Realität durch die Betrachtung des Abgebildeten im Betrachter selbst entsteht. Denn nur wenn wir das Gefühl haben, etwas Reales wahrzunehmen ist diese Wahrnehmung auch in der Lage Emotionen und Gefühle freizusetzen und uns zu berühren. Hierzu ist es aber notwenig, bestimmte Merkmale der Gegenstände hervorzuheben und zu verstärken und andere für das Motiv unwesentliche und überflüssige fallenzulassen.Photographische Abbildungen, so naturalistisch sie auch zu sein scheinen, sind dazu oftmals nicht in der Lage, da bei ihrer Betrachtung zumeist das Gefühl im Vordergrund steht, Abbilder der Gegenstände zu sehen und nicht diese selbst zu betrachten. Somit fehlt gerade bei naturalistischen Bildern und Photographien jenes Gefühl der Realität, das Bilder erst zum Leben erweckt.
Die scheinbare Abstraktion seiner Bilder ist daher das Resultat eines Verstärkungs- und Konzentrationsprozesses. Auch zwingt ein Maß an Abstraktion und die ‚maltechnischen Komplexität des Farbauftrages’ den Betrachter aktiv an der Wahrnehmung seiner Bilder mitzuwirken. Da bei den Bildern von Klaus Frost der Betrachter aufgrund der Komplexität der Strukturen das Bild immer wieder neu zusammensetzen muss, spiegeln sich auch immer wieder von neuem die Stimmungen und die Gefühle des Betrachters im Bild wieder. Letztlich ist es das Ziel des Künstlers, dass der Betrachter durch seine Bilder wie durch ein Fenster auf die Welt und das Wesen der Dinge blickt.















